Dorian Answald

Die heilige Schlange

 

Interview

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Impressum

 

Arkanum: Dorian Answald, was waren Ihre Beweggründe, dieses Buch zu schreiben?
 

Dorian: Nun, die Sache ist die, dass ich immer auf der Suche nach esoterischen Romanen war, wie z.B. diejenigen von Gustav Meyrink oder Bulwer Lytton. Leider gibt es heute nur Weniges auf diesem Gebiet. Es gibt jede Menge Fantasy-Romane und Vampirgeschichten etc., aber wenig seriöse esoterische Romane, die ausser der Geschichte auch noch einen tieferen Inhalt haben. Wenigstens habe ich fast keine solchen gefunden. Da habe ich mir gesagt: "dann schreibst Du halt selber einen solchen". Ich habe nun manches Jahr daran herumgefeilt und glaube nun, dass das Resultat sich sehen lassen kann.


Arkanum
: Glauben Sie, dass Sie mir Ihrem Buch Erfolg haben werden?
 

Dorian: Nun ... ich weiss nicht ... wenn die richtigen Menschen es in die Hand bekommen, warum nicht? Aber bei der Fülle der heute angebotenen und erscheinenden Bücher ist es schwer, sich durchzusetzen. Aber mir spielt der Erfolg nicht so eine Rolle. Ich verdiene  nichts an einem verkauften Buch, es deckt einfach knapp meine Spesen, aber ich habe ja, wie bereits erwähnt, das Buch mehr für mich selber geschrieben. Wenn nicht Freunde und Bekannte, denen ich eine Kopie zum lesen gab, mich zur Publikation ermutigt hätten, hätte ich die Herausgabe vermutlich unterlassen. Immerhin würde ich mich sehr freuen, wenn das Buch seine Leser finden würde.

Arkanum
: Warum haben Sie für das Buchcover das Aquarell des inneren eines Domes gewählt und nicht die Schlange?
 

Dorian: Die Schlange war mir zu plakativ. Ich fand das Aquarell geschmackvoller. Zudem besteht ein Bezug zu einer Schlüsselszene des Buches, als Michael beim Orgelspiel in der Kirche die "Umkehr" schaffte.
 

Arkanum: Was ist die "Botschaft" des Buches?
 

Dorian: Der Roman ist eigentliche ein sogenannter Entwicklungsroman. Die Geschichte einer Individuation, wobei ein anfänglich ganz gewöhnlicher Durchschnittsmensch dazu gebracht wurde, wie die Gralssucher auf eine sog. "Quest" zu gehen und schliesslich nach einem gefährlichen Abweg auch an ein Ziel kommt. Der Roman soll auch zeigen, dass in der Regel ein Mann dazu eine Partnerin und die Frau einen Partner brauchen. Die wichtigste Botschaft des Buches aber ist die, dass wir nicht nach aussen suchen sollen, sondern nach Innen.

 

Es gibt im Roman zwei Zäsuren, die erste nach dem Brand der Loge. Die zweite weniger auffällige diejenige, als der "Meister" erklärt, die "Götter" die sie gesehen und mit denen sie sich teilweise identifiziert hatten, ebenfalls noch nicht das Letzte sind, sondern immer noch Schöpfungen der Menschen sind. Erst dann beginnt der endgültige Aufstieg in die rein spirituelle Sphäre, wobei natürlich alles Vorangegangene eine Art Vorbereitung dazu war. Man muss sich selber besiegen, sich selber übersteigen um wirklich in die reine Region des Geistes zu gelangen. Ich glaube, dass das ganz klar wird.

 

Arkanum: A propos "Götter" welchem Pantheon haben Sie die entnommen?

 

Dorian: Sie sind eindeutig einerseits, bei dem quasi "schwarzmagischen" Teil der ägyptischen Mythologie, anderseits dann später dem keltischen Sagenkreis entnommen. So z.B. wenn Michael zum Cernunos, zum gehörnten "Gott" wird. Die Geschichte von der Göttin hingegen, die verkannt und vergessen wurde, ist durchaus ernst zu nehmen. Es ist der vergessene weibliche Aspekt der Gottheit, der in meinen Augen eine Realität ist und der nicht negiert werden darf, wenn man Fortschritte auf dem "Weg" machen will.

 

Es wäre wohl noch vieles zu sagen, doch überlasse ich alles weitere der Phanasasie des "geneigten Lesers"!

 

Arkanum: Wie reagierten Sie auf Kritiken an Ihrem Buch?


Dorian:
Kritik, sofern sie konstruktiv ist, ist mir willkommen. Bösartige Kritiken? .... Da zucke ich nur die Achseln.


Arkanum: Herr Answald, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

 

 
 

 

 

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© Dorian Answald