Alchemie und Freimaurerei
 

Wiederkehr d. Seele

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Wiederkehr d. Seele
Neugeburt


Vom Himmel fliegt die Seele, das Vereinigende Prinzip, herunter, um den Leichnam wieder zu beleben.

 Es handelt sich bei der Konjunktion und bei der Wiederbeseelung um ein jenseitiges Geschehen, d.h. um einen Vorgang im psychischen Nicht‑Ich. Der Hieros‑Gamos findet zwischen "Göttern" statt und ist nicht eine Liebesaffäre von Sterblichen. Deshalb ist z.B. auch der Held der "Chymischen Hochzeit", Christian Rosencreutz, nur ein Gast beim Fest. Sein innerer Zusammenhang mit der Hochzeit wird jedoch angedeutet weil der König am Schluss Rosencreutz gegenüber antönt, dass er, Rosencreutz, des Königs Vater sei".

Ein normaler Mensch tut deshalb gut daran, immer in sich zu unterscheiden, was sterblicher, und was ewiger Natur in ihm ist. Gegen die Dämonie des Innern können Rituale schützen. Dieser Schutz ist aber nur solange sinnvoll, als er das Leben nicht zu stark unterdrückt und erstickt.

Das Leben ist immer eine Fahrt zwischen Scylla und Charybdis.

Ein interessantes Detail auf dem Bild sind die beiden Vögel im Vordergrund. Diese bilden den Keim eines erneuten Gegensatzpaares. Symbol dafür, dass die Gegensätze nie völlig verschwinden und dass der Prozess nie endgültig zu Ende ist, sondern immer wieder von neuem durchlaufen wird. Die Tiergestaltigkeit und der Umstand, dass sie vorne links unten  dargestellt sind, deutet auch darauf hin, dass dieser neue Gegensatz, dieser neue sich abzeichnende Konflikt, noch unbewusst ist. Er wird sich erst entwickeln und konstellieren müssen, um dann erneut alle Stufen des Prozesses zu durchlaufen. Alchemistisch gesehen sind es einerseits nicht im jetzigen Prozess einzubindende Unreinigkeiten (der untere Vogel) und flüchtige Substanzen, die sich ebenfalls der Synthese entzogen haben. (Der obere Vogel)

 

 
 
 

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