Stadt an der der Strom die Biegung wagt-

denke der Gefilde um das Knie:

Lass dich hüten und behüte sie.

Henry Benrath

 

 

 

 

Reisetagebuch der Englandreise

Avebury: In Avebury bestieg ich zuerst den Sillbury-Hill. Dies ist ein künstlicher Hügel von 40 m Höhe. Er war eingehegt, doch war kein ausdrückliches Verbot ihn zu Besteigen angebracht. Ich umrundete ihn, kletterte über den Hag und stieg hinauf. Ich war ganz allein. Der Himmel war ziemlich bedeckt, aber es regnete nicht. Man hat wirklich eine ungeheure Aussicht von dort, dh. man glaubt sich in der Mittel eines ungeheuren Tellers bzw. einer Schale zu stehen. Es war sehr still. Nur Schafe, Krähen, ab und zu ein Auto. Ein steter Wind blies. Ich meditierte eine Weile und vergrub dann eine Münze. Ich betete etwa in dem Sinne, dass ich hier das empfangen möge, was ich brauche. Dh dass ich das empfangen möge, was der Ort mir zu geben habe und dass ich ihm gebe, was ich ihm geben könne. Ich hatte das Gefühl einer gewissen undefinierbaren Präsenz. Während ich dort oben stand erblickte ich plötzlich am Himmel etwas wie ein rechteckiges Fenster durch das ein Gesicht hinunterblickte. Die Erscheinung dauerte einige Minuten und ich konnte Sie auch mit der Videokamera festhalten.

Dann ging ich wieder hinunter und wir fuhren nach Avebury hinein. Wir gingen zu den noch stehenden Steinen und ich berührte einige von Ihnen. Es wollte mich dünken, als vibrierten sie bzw. als wären sie geladen. Im zweiten Kreis, war der Platz in der Mitte, wo einst ein ganz grosser Monolith stand durch einen Betonblock markiert. Die Energie war so stark, dass ich das Gefühl hatte, sogar dieser Betonblock würde vibrieren, allerdings in einer abgeschwächten und dumpfen Art und Weise. Ich lehnte an den Stein und versuchte mich in die Anlage hineinzufühlen. Sofort hatte ich das Gefühl mit einer Kraft im anderen Kreis in Verbindung zu stehen. Ich glaube, dass hier an dieser Stätte ursprünglich zu gewissen Zeiten ein Hieros-Gamos stattfand. Der Mann stand im Monolithen-Kreis, die Frau im anderen und die beiden bewegten sich dann zuletzt in einer spiralförmigen Prozession aufeinander zu.

Wie ich hinterher in Oxford in einem Buch über Avebury ersehen konnte, könnte dieser Eindruck durchaus stimmen, denn dort war eine Ritzzeichnung abgebildet, die ein nacktes Paar darstellte, welches mit ausgestreckten Händen aufeinander zu ging. Leider hatte ich zu wenig Zeit, um mich eingehender mit dem Ort zu beschäftigen.

Stonehenge: Stonehenge war eher eine Enttäuschung. Zwar wäre die Anlage, wenn sie noch wie früher, frei zugänglich wäre und wenn es nicht so viele Leute hätte, wahrscheinlich schon eindrucksvoll. Aber der Rummel ist viel zu gross und da man nicht hinein kann, konnte ich keine ähnlichen Untersuchungen machen, wie in Avebury. Ich spürte überhaupt nichts. Der Zaun der um. die Anlage gebaut wurde, dürfte den Kräften sicher schaden. (Faradeyscher Käfig!)

Salisbury: Salisbury-Kathedral war wirklich ein Erlebnis. Der freie Stand der Kathedrale auf einer grossen Wiese und nicht wie in Frankreich meistens mitten in den Häusern brachte die Anlage gut zur Geltung. Ich stand gerade über dem Blind-Spring unter dem Zentrum des Turmes und die Empfindungen waren ähnlich wie auf Silbury-Hill. Es lenkte mich aber zu viel ab, sodass ich nicht sehr viel spüren konnte.

Glastonbury: Glastonbury war das Erlebnis dieser Reise. Dieser Ort ist wirklich, auch heute noch, "heilig". Beim ersten Aufstieg des "Tors" spürte ich noch nicht viel. Ich bewunderte und bestaunte nur die Aussicht. Wie Silbury Hill aber viel grösser und weiter. Man hat wirklich das Gefühl in einer ungeheuren Schale zu stehen.

Zwischen den beiden Hügeln steht ein altes Reservoir. Ich meinte zuerst, dies sei die berühmte Quelle, und war entsetzt, da es innen ganz kitschig dekoriert war, ein Coca Stand war dort und den berühmten Well konnte ich nirgends entdecken. Ich sah dann bald, dass dieser auf der anderen Strassenseite sein musste, fand jedoch den Eingang nicht. Wir gingen dann die Klosterruinen anschauen, welche mich aber sonderbar "kalt" liessen. Einzig der Hawthorn, der ein Ableger des berühmten, aus dem Stab des Josefs von Arimathea hervorgegangenen sein soll, interessierte mich. Ich suchte immer noch die Quelle. Schliesslich sah ich auf einer Karte, wo der Eingang war und wir fanden ihn dann auch.

Es ist wirklich eine einzigartige Anlage. Eine schöner Garten mit Blumen, Büschen und Bäumen, terassenförmig angelegt am Hang des Well-Hill. Dass Wasser entsprang einem steinernen Löwen, stammt aber eigentlich aus einem uralten steinernen Reservoir weiter hinten im Garten, das mit einem schönen Holzdeckel mit einem schmiedeisernen "Fischauge" verziert ist.

Das Wasser ist wirklich sehr energetisch geladen.

 
     

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